Die Champions-League Teams SG Flensburg und Aalborg messen sich beim Turnier um den “Erima Cup”

Klub-Handball der europäischen Spitzenklasse bietet der „Erima Cup“ am 10. und 11. August in Bremen. Bei der vierten Auflage geht es dabei erstmals international zu – neben den Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt, TBV Lemgo und MT Melsungen ist auch der dänische Meister Aalborg Handbold zu Gast in Halle 7.
VON FRANK BÜTER

Bremen. Fünf nationale Meistertitel, sechs Pokalsiege, sieben Pokalerfolge auf europäischer Ebene und noch dazu zwei aktuelle Champions-League-Teilnehmer: Das Starterfeld bei der vierten Auflage des Turniers um den „Erima Cup“ am 10. und 11. August in Bremen vereint etliche Triumphe und verspricht einmal mehr Klub-Handball der Extraklasse. „Der Leistungshandball soll in Bremen nicht von der Bildfläche verschwinden“, sagt Thomas Gerster, der als Organisator im Verbund mit seinem Sohn Sören für dieses hochkarätig besetzte Turnier verantwortlich zeichnet!.

Ein besonderer Coup ist Thomas Gerster dabei mit der Verpflichtung von Aalborg Handbold geglückt. „Als wir den Vertrag im Frühjahr unterzeichnet haben, war Aalborg noch Tabellenvierter“, sagt Gerster. Jetzt aber läuft der Klub, der vom ehemaligen Kieler Linksaußen Nicolaj Jakobsen trainiert wird, als dänischer Meister und Champions-League-Teilnehmer in Halle 7 der ÖVB-Arena auf.

Apropos Champions League: In der Gruppenphase trifft der nunmehr zweifache dänische Meister Aalborg unter anderem auf den deutschen Vizemeister und DHB-Pokalfinalisten SG Flensburg-Handewitt. Beide Teams standen sich bis dato noch nie in einem offiziellen Vergleich gegenüber – und haben nun in Bremen Gelegenheit, sich schon mal auf das Aufeinandertreffen in der Gruppe D einzustimmen. Der Spielplan will es so, dass Aalborg und Flensburg am Eröffnungstag die zweite Partie bestreiten (Anwurf 16 Uhr). „Eine gute Sache f&! uuml;r die Vereine und die Zuschauer“, sagt Gerster.

Zwei Stunden zuvor stehen sich die MT Melsungen und der TBV Lemgo gegenüber – eine Begegnung, die auch einen Blick in die Zukunft des deutschen Handballs ermöglicht. Denn sowohl die Melsunger Turngemeinde, 2013 immerhin Teilnehmer am Final Four des DHB-Pokals, als auch der zweimalige Deutsche Meister aus Lemgo (1997/2003) setzen verstärkt auf junge Talente. Melsungen etwa hat zuletzt durch die Verpflichtung von Johannes Sellin und Jan Forstbauer – beide mit der DHB-Auswahl 2011 Junioren-Weltmeister – für Schlagzeilen gesorgt und damit auch noch mal unterstrichen, dass man perspektivisch auf deutsche Spieler setzt.

Dazu könnte mittelfristig übrigens auch Colin Räbiger gehören. Der Torwart spielte zuletzt zwei Jahre für die A-Jugend des HC Bremen/Hastedter TSV in der Bundesliga Nord und steht seit dem 1. Juli bei den Nordhessen unter Vertrag. Die Vereinbarung mit dem 19-jährigen 2,07-Meter-Mann gilt zun&aum! l;chst für zwei Jahre und beinhaltet ein Doppelspielrecht für Eintracht Baunatal (3. Liga Ost), wo übrigens auch Colins Bruder Phil Räbiger aktiv ist. Man darf also gespannt darauf sein, ob der Torhüter schon im August erstmals nach Bremen zurückkehrt und im Rahmen des Vorbereitungsturniers die Chance erhält, sich zu zeigen. Unangefochtene Nummer eins bei Melsungen ist indes der schwedische Nationalkeeper Mikael Appelgren, der in der vergangenen Saison unter anderem 27 Strafwürfe parierte und damit bester Siebenmeterkiller der Liga war.

Ein Wiedersehen mit einem Bremer könnte es derweil auch beim TBV Lemgo geben. Der Rückraumspieler Finn Lemke, der sportlich bei der HSG Schwanewede groß geworden ist, steht im dritten Jahr im Aufgebot der Ostwestfalen, die heute unter der Regie des neuen Trainers Niels Pfannenschmidt die Vorbereitung aufnehmen.

Der Zeitplan
Samstag, 10. August, Halle 7
14 Uhr: MT Melsung! en – TBV Lemgo
16 Uhr: SG Flensburg-Handewitt – Aalborg ! Handbold

Sonntag, 11. August
14 Uhr: Spiel um Platz 3
16 Uhr: Finale

Eintrittskarten für den „Erima Cup“ gibt es im Pressehaus Martinistraße, in allen regionalen Zeitungshäusern und bei Nordwestticket, telefonisch unter 04 21 / 36 36 36 sowie im Internet unter www.weser-kurier.de/ticket.